Degustation

Aromaspiel der Sinne

Wie man gute Schokolade sieht, fühlt, hört, riecht und schmeckt

Entdecken und genießen Sie die Intensität und den Geschmack zart schmelzender Schokolade mit allen Sinnen!

Schokoladeverkostung mit fünf Sinnen:
Echte Liebhaber von Schokolade erleben gute Schokolade mit allen Sinnen: sie sehen, riechen und schmecken Schokolade nicht nur, sie erfühlen und hören sie auch, um die Feinheiten einer Schokolade zu erkennen. Und wie bei Weintestern erfreuen sich auch Schokolade-Experten an einem „langen Abgang“. Verkostet wird Schokolade am besten bei 20°C Zimmertemperatur - so kommen ihre feinen Aromen zur Geltung.

Sehen

Den ersten Eindruck von einer Schokolade erhält man durch das allgemeine Erscheinungsbild: Die Tafel soll seidig glänzen, rundum glatt sein und gleichmäßig in Beschaffenheit und Farbe sein. Die Farbe der Schokolade lässt Rückschlüsse auf den Kakaoanteil zu – je dunkler desto höher der Anteil. Wird die Schokolade falsch gelagert und zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt können weiße Flecken entstehen. Der weiße Film heißt „Fettreif“ – dabei wandern die Fettkristalle der Kakaobutter an die Oberfläche. Sobald die Schokolade wieder abkühlt, erstarren die Kristalle und diese schimmern dann weißlich. Der Geschmack der Schokolade kann dadurch beeinträchtigt werden, allerdings ist sie weiterhin ohne Bedenken genießbar.

Fühlen

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Schokolade ist die Struktur und Feinheit der Oberfläche. Schokoladen mit hohem Kakaoanteil fühlen sich gegenüber Milchschokoladen etwas härter an. Nur das aufwändige „Conchieren“, das lange Rühren der Kakaomasse bei der Schokoladenproduktion, sorgt für eine perfekte Konsistenz.

Hören

Gute Schokolade hört man. Hochwertige Schokoladen haben bei idealer Raumtemperatur eine feste Struktur und brechen mit einem leichten Knacken. Die Bruchkanten müssen sauber und glatt sein. Wenn die Tafelstücke stark splittern und bröseln, ist die Schokolade zu trocken. Lässt sie sich nur mit Mühe brechen, ist sie zu weich.

Riechen

Genuss geht auch durch die Nase: an Schokolade zu riechen bedeutet ein intensives Geruchsvergnügen und vielfältigste Aromen werden aufgenommen. Eine gute Schokolade duftet nicht aufdringlich süß, sondern ausgewogen und rund. Sie darf nicht staubig oder verbrannt riechen, denn das würde auf einen Fehler beim Rösten der Kakaobohnen zurück zu führen sein. Ein Geruch nach Tabak, der manchmal bei dunkler Schokolade wahrnehmbar ist, ist ein Zeichen für falsche Lagerung. Bereits in der Kakaobohne kann man über 400 verschiedene Aromen feststellen.

Schmecken

Erst der Geschmackssinn macht den Schokoladengenuss vollkommen. Die Schokolade sollte langsam im Mund zergehen und am Gaumen verteilt werden, damit sich der Geschmack voll entfalten kann. Auch der Schmelz der Schokolade kann unterschiedlich wahrgenommen werden. Schokolade kann glatt oder aber sogar sandig-rau abschmelzen.
Ein milder Kakaogeschmack und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße und Herbheit machen den Genuss perfekt. Schokolade-Experten erkennen sogar die feinsten Zwischentöne: Die eine Schokolade schmeckt eher nach Nüssen, die andere mehr nach Karamell. Schokoladenkenner stellen Aromen von Malz, Honig, Vanille und Zimt fest. In dunklen Schokoladen ist weniger Zucker und Milch, dafür aber mehr Kakao enthalten, wodurch sie bitter und trocken schmecken können. Und darin liegt bei der Herstellung von dunkler Schokolade auch die eigentliche Herausforderung: nämlich einen besonders zarten Schmelz zu erreichen, der den Verzehr von dunkler Schokolade zu einem vollendeten Geschmackserlebnis macht. Ein guter „langer Abgang“ ist auch bei Schokoladen gefragt: bei einer guten Schokolade bleibt der köstliche Geschmack noch lange am Gaumen haften.